Steirische Harmonika

Etwas ganz besonderes – Steirische Harmonika

Die Steirische Harmonika, die auch unter dem Namen Ziach bekannt wurde ist ein wechselseitiges, diatonisches Instrument. Sie kommt mit ihren Ursprüngen aus Wien und nicht wie meistens gedacht aus der Steiermark und ist seit langem bestens in der Volksmusik- Szene bekannt. Wechseltönig bedeutet bei der Steirischen, dass wenn der Balg hin und her bewegt wird, immer ein unterschiedlicher Ton erzeugt wird.

Warum Steirische Harmonika?

harmonica-740687_640(4)Steirisch hat weder mit der Steiermark zu tun, noch mit der Herkunft der Harmonika, sondern mit der Musikrichtung, die mit ihr gespielt wird, die wird als steirisch bezeichnet, was im hochdeutschen so viel heißt wie ländlich. Weitergehende Infos dazu gibt es auf der Seite www.steirische-harmonika-online.de. Der große Unterschied zu einem normalen Akkordeon liegt im Helikon Bass, der auf einen Dur- Dreiklang ausgerichtet wurde. Die Töne die die Steirische Harmonika wiedergibt, sind sofort zu erkennen und das nicht nur von einem Kenner des Instruments.

Überwiegend wird die Steirische Harmonika natürlich verwendet, wenn Volksmusik gespielt wird, aber in der heutigen Zeit kann sich die auch etwas anders anhören und wird im Volksmund als Alpenrock bezeichnet. Die Steirische Harmonika ist auch nicht nur ausschließlich bei uns bekannt, sondern wird auch gern in Ländern wie Slowenien oder Tschechien gespielt. Bei Freunden der Volksmusik ist das Instrument überwiegend durch Gruppen wie zum Beispiel, den Original Egerländern oder den Oberkrainern bekannt geworden.

Steirische Harmonika spielen lernen

Diejenigen, die schon ein Tasteninstrument spielen sind natürlich im Vorteil, aber auch andere, die keine Noten lesen können und auch kein anderes Instrument spielen, können auf der Steirischen gute Erfolge erzielen. Es ist auch nicht zwangsläufig nötig, dazu eine Musikschule zu besuchen, es kann natürlich hilfreich sein, aber auch im Internet kann das Spielen gut erlernt werden. Die einfachste Methode ist die Griffschrift- Variante, bei der anhand von Noten die Griffe erklärt werden. Hierbei gibt es mehrere Varianten, am geläufigsten ist aber die Rosenzopf Methode, die auch am einfachsten ist.

Es gibt im Internet aber auch zahlreiches Buchmaterial, in denen erklärt wird, wie die Harmonika gespielt werden muss. Schon nach relativ kurzer Zeit kann ein Anfänger mit leichten Musikstücken glänzen. Wer sich solch ein Instrument zulegt, sollte auch pfleglich mit ihm umgehen, denn sie ist nicht ganz billig. Die Preise schwanken je nach Ausführung, Größe und Hersteller zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Sicher gibt es Instrumente, die noch teurer sind, diese sind allerdings dann auch nicht drei- oder vier-reihig, sondern 5-reihig oder mehr und nicht gerade von einem Anfänger zu spielen.

Bei Gebrauchten Harmonikas ist es wie mit anderen Dingen auch, sie sollten vor einem Kauf in Augenschein genommen werden. Es liegt nicht unbedingt am Besitzer, wenn sie Mängel aufweist, denn die Lagerung sollte schon sachgemäß sein. Hohe Temperaturschwankungen machen der Harmonika genauso zu schaffen, wie hohe Feuchtigkeit. Dagegen braucht sie keine Wartungen, nur ein wenig Pflegemaßnahmen sollten schon sein. Es ist wichtig, das nach einem Spiel, eventuelle Fingerabdrücke und Schweiß entfernt werden, da das Holz sehr edel ist. Es gibt im Handel spezielle Pflegeprodukte, die dafür sorgen, dass das Instrument lange Freude bringen kann, ansonsten ist nur ein trockenes Tuch nötig und ein passender Koffer zur Aufbewahrung.